
Arme
Ritter
Christi
vom Tempel des Salomo zu Jerusalem
(Ordo Pauperi milites Christi de templo
Salomonici Hierosalemitanis - OPMC)
[aktualisiert 1. Februar 2012]
Wer
sich mit dem Mittelalter befasst, wer sich richtig intensiv damit
auseinander gesetzt, wer auch
nur ein wenig versucht hat, sich in diese Zeit hinein zu versetzen, der
weiß sehr wohl, dass die Menschen damals alles andere als
bedauernswert waren, dass es vom Standpunkt des Menschen des 21.
Jahrhunderts mehr als nur ungerecht wäre, sie müde
und von
oben herab zu belächeln, weil sie ja im sogenannten "dunklen
Zeitalter" lebten. Auch wenn so gut wie niemand lesen und schreiben
konnte,
auch wenn sie mit all den Vorteilen, mit denen wir heute "gesegnet"
sind, nicht unbedingt überhäuft wurden, so kann man
mit Fug
und Recht
behaupten, dass alles seine Ordnung hatte, eine Ordnung, wie sie von
Gott vorgesehen war.
Dieser Gott, dieser Dreifaltig Eine, war für die Menschen des
Mittelalters der Mittelpunkt des täglichen Lebens, der ganze
Jahresablauf richtete sich ausschließlich nach dem
Kalendarium
der Kirche.
Und so wie Gott bei der Schöpfung auch eine hierarchische
Struktur
vorgesehen hatte (die himmlische Ordnung als Vorbild), so sollte auch
der Mensch "seinen Platz" kennen und danach trachten, seinen ihm
zugedachten Dienst zum größten Wohlgefallen Gottes
zu
verrichten.
Nun stehen wir im 21. Jahrhundert und können mit Vielem, was
für die Menschen noch vor wenigen Jahrhunderten wichtig war und
was sie vor allem geprägt hatte, absolut nichts anfangen. Das
Religiöse und das damit zusammenhängende Empfinden für
Gerechtigkeit und Nächstenliebe sind uns abhanden gekommen, was
vor allem auch dem Schweigen und der Tatenlosigkeit der Kirche
zuzuschreiben ist. So kommt es nicht von Ungefähr, dass über
unsere Gesellschaft (in ganz Europa) als der "Kultur des Todes"
gesprochen wird - ohne dabei großen Handlungsbedarf zu erkennen.
Was nun das Thema "Tempelritter im 21. Jahrhundert" betrifft, so
begegnen wir auch nur Rat- und Hilflosigkeit, was vor allem dem
verzerrten Geschichtsbild des größten und ehrwürdigsten
der Kreuzritter-Orden zuzuschreiben ist. Seiner Macht und seinem
Einfluss war es zuzuschreiben, dass Mißgunst und Neid dem
Tempelritter-Orden zum Verhängnis wurden - Legenden und Mythen taten
ihr Übriges, den Tempelritter-Orden in den Bereich des Okkulten
und der Esoterik zu verbannen, wo aber der eigentliche Orden absolut
nichts zu suchen hat.
Es handelt sich sowohl bei dem vor knapp 900 Jahren in Jerusalem
gegründeten als auch bei dem Orden der Armen Ritter Christi (OPMC)
um einen Ritterorden, der seinerzeit in den Kreuzzügen zum Schutz
der Pilger und der heiligen Stätten im heiligen Land eingesetzt
wurde. Es handelte sich nicht um Haudegen, sondern dem König und
vor allem der Kirche treu ergebene Ordensritter, deren ihnen zur Last
gelegten Vorwürfe samt und sonders zurück genommen wurden und der
Orden (noch im Jahre 1314 vom Papst Clemens V.) rehabilitiert wurde -
und der höchst ehrwürdige Großmeister ‡ Jaques de Molay mit Dutzenden Seiner
Getreuen dennoch auf dem Scheiterhaufen landete ...
Der
OPMC
sieht sich in der unbedingten Nachfolge der Armen Ritterschaft Christi
vom heiligen Tempel des Königs Salomons zu Jerusalem, des im Jahre
1118 gegründeten und mit der am 13. Januar 1128 auf dem Konzil von
Troyes verliehen
Regel des heiligen Bernhard von Clairvaux,
die wir mit erhabener Ehrfurcht hüten und dessen Präsenz in
unserer Mitte unser Herz mit erhabenem Stolz erfüllt.
Der
OPMC
bekennt sich eindeutig und unwiderruflich, in Treue, Ergebenheit
und Gehorsamkeit zur einen heiligen katholischen und
apostolischen Kirche, auch wenn Ordensangehörige heute auch aus
anderen christlichen Gemeinschaften ihren Beitritt in unserem Ritterorden erklären
können.
Der
OPMC
distanziert sich in in aller Form von okkulten, esoterischen und vor
allem freimaurerischen Ideen - weil sie jeder einzelnen unserer
Prinzipien widersprechen. Das Hauptprinzip des OPMC ist die Nachfolge
Christi, welche in caritativen Werken zum Ausdruck kommt.
Über
uns:
Es
ist kaum 900 Jahre her, dass sich in der heiligen Stadt Jerusalem die
ersten neun edlen Ritter dem
König und der Kirche bedingungslos und unter dem Siegel des
absoluten Gehorsams zur Verfügung gestellt haben,
um
unter
und
mit dem
Zeichen des Kreuzes ihren Dienst für die Christen
und die heiligen christlichen Stätten des Heiligen Landes zu
verrichten.
Heute
verzeichnen wir das 21. Jahrhundert. Vieles hat sich im Laufe der
Geschichte getan. Wer jedoch davon aus geht, dass Ritter des
salomonischen Tempels zu Jerusalem heute nicht mehr benötigt
werden,
weil wir in einer angeblich "aufgeklärten" und "freien"
Gesellschaft leben,
dem können wir nur entgegnen: Heute
mehr denn je!
º
Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass Christen in
unzähligen Ländern benachteiligt, verfolgt und
getötet werden.
º
Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass die Kirche und vor
allem ihr sichtbares Haupt, der Papst, nicht mehr ernst genommen und
respektiert werden – vor allem auch durch große
Teile des
deutschsprachigen Episkopates.
º
Wir
erleben gerade
heute, im
21. Jahrhundert, dass die Jugend offensichtlich auf dem Weg der
Finsternis und der Verirrung wandelt. Sie haben keinen Halt, keine
Hoffnung, keine Orientierung. Ihnen werden grundlegende Werte und
religiöser und gesellschaftlicher Hinsicht vorenthalten.
º
Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass weltweit
zehntausende ungeborener Kinder daran gehindert werden, das Licht der
Welt zu erblicken. Der Schöpfungsplan Gottes wird durch die
Hand des
Menschen mit brutaler Gewalt aus den Angeln gehoben.
º
Wir
erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass Gewalt gegen Frauen und
Kinder immer mehr um sich greift. Es vergeht kein Tag, an dem wir
durch Medien nicht von neuen Verbrechen – meist sexueller
Natur –
informiert werden.
º
Wir
erleben gerade heute, im
21.
Jahrhundert, dass der Mensch durch Mutwillen, durch Unwissen, durch
Unachtsamkeit dabei ist, seinen von Gott zur Verfügung
gestellten
Lebensraum zu zerstören. Flora und Fauna werden dem Streben
des
Menschen nach wirtschaftlichen und finanziellen Vorteilen geopfert.
º
Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass in
unzähligen
Ländern dieser Welt, sogar im eigenen Land, die Menschen
hungern
müssen, während wir selbst den Vorteil des
Wohlstandes gar nicht genug
zu würdigen wissen. Menschen – und vor allem Kinder
– müssen hungern,
weil korrupte Politiker und Wirtschaftsmagnate, weil ganze Staaten beim
„Streben nach Glück“ („pursuit
of happiness“) auf das Glück des
anderen
keine Rücksicht nehmen.
º
Wir
erleben gerade heute,
im 21.
Jahrhundert, dass Missgunst, Neid, Hass unseren Alltag prägen.
Christliche Werte haben keine Bedeutung mehr – sie werden mit
Füßen
getreten und ad absurdum geführt.
Es liegt an uns
vom Orden der
Armen Ritter Christi, diese Missstände nicht nur zu
erkennen,
sondern auch durch tatkräftige vor allem caritative Hilfe
dagegen
anzugehen. Wir möchten und wir können uns nicht des
Verrates an Jesus
Christus und der christlichen Botschaft schuldig machen, indem wir
nicht helfen.
Durch
den Empfang der Heiligen Sakramente der Taufe und der Firmung sind wir
– jeder einzelne von uns – zu Streitern Christi
geworden.
Und durch den
Zusammenschluss in diesem Orden der Armen Ritter Christi
führen
wir mit Hilfe der ehrenwerten ritterlichen Tugenden unseren
Dienst
nach bestem Wissen und Gewissen aus. Wir
sind uns unserer Verantwortung vor Gott, vor der Kirche und vor dem
Menschen bewusst, und von daher ist es uns ein Herzensanliegen, mutig
und stolz, ehrlich und aufrichtig, demütig und treu den
Willen Gottes auszuführen und seinen Geboten ohne Bedingungen
zu
folgen, dessen eingedenk, dass das erste und höchste Gebot die
Gottesliebe, das zweite die Nächstenliebe ist.
"Was Ihr dem
Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr MIR getan",
spricht
der Herr. Von daher ist es unsere tiefste Freude, IHM im
Nächsten zu
dienen, und IHM den Lob, den Dank und die Ehre zukommen zu lassen,
getreu unserem Wahlspruch:
"Non
nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo
da gloriam!"
Der
Ritterorden
der Armen Ritter Christi ist in verschiedene
Großpriorate
*,
Komtureien und Ordenshäuser
aufgeteilt, in denen sich Brüder, Schwestern und Ritter den
Kampf gegen
die Feinde des 21. Jahrhunderts aufnehmen. Wer sich zutraut, mit dem
Schwert des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung - angetan mit der
Rüstung des Heiligen Geistes und der allerseligsten Jungfrau -
mit uns
den Kampf gegen Ungerechtigkeit, gegen Gewalt, gegen Hass auf Gott und
die Kirche aufzunehmen, ist herzlich willkommen und dazu eingeladen,
mit uns in Kontakt zu treten.
„Deus
lo vult“,
"Gott
will es", riefen
die Menschen vor über 900 Jahren
beim
Aufruf zum ersten Kreuzzug.
Und
das Gleiche rufen wir auch heute:
„Deus
lo vult!“
non nobis, Domine, non nobis,
sed nomine tuo da gloriam.
Besuchen
Sie uns auf
unserer Internetpräsenz
und erfahren Sie mehr über unseren Tempelritter-Orden !
* Großpriorate
des Ordens der Armen Ritter Christi - OPMC [Stand 1. Februar 2012]:
Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Finnland, Italien, Japan,
Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada.