Der Erzengel Gabriel


Zur Einführung
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aktualisiert 1. Februar 2012)

Am Dreifaltigkeitssonntag des Jahres 2010 gründete der Tempelritter-Orden der Armen Ritter Christi (OPMC) auf Anregung einiger katholischer und politisch interessierter Freunde (bzw. Ordensbrüder) die Gabriel-Gesellschaft. Während der OPMC sich als Ritterorden mehr auf die Caritas konzentriert und sich auch aus politischen Diskussionen weitestgehend heraus hält, versucht die Gabriel-Gesellschaft durch politisch motivierte Veröffentlichungen brisante gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen. Es kommt auch vor, dass kirchlich relevante Diskussionsthemen näher erörtert und vielleicht sogar kritisch hinterfragt werden.

So wie (neben dem heiligen Georg) der heilige Erzengel Michael der Hauptpatron des OPMC ist, so wurde der Erzengel Gabriel als Patron und Namensgeber dieser Gesellschaft gewählt, gilt er doch als der, der die große Ehre hatte, der heiligen Jungfrau die frohe Botschaft ihrer jungfräulichen Empfängnis zu verkünden. Es wird auch vermutet, dass es Gabriel war, der in der hochheiligen Nacht den Hirten auf dem Felde die Nachricht von der Geburt des Messias, des neugeborenen Königs verkündete. Auch der Engel, der dem heiligen Joseph, dem Ziehvater des Jesuskindes, im Traum erschienen ist, um ihn zu warnen und zur Flucht nach Ägypten zu drängen, soll der heilige Erzengel Gabriel gewesen sein.

Die Gabriel-Gesellschaft versucht (immer den Boten des Dreifaltig Einen im Sinn), Botschafter zu sein. Sie gibt zwar nicht vor, von Gott gesandt worden zu sein, aber sie nimmt in Anspruch, fest auf dem Fundament des 2000-jährigen Glaubens zu stehen, des Glaubens, der unseren Kontinent  in allen Belangen segensreich geprägt hat. Dieser Glauben hat mitsamt der christlichen Wahrheit das Leben des Einzelnen vom Königsthron bis hin zum privaten Leben vollkommen beeinflusst, und es waren die Ordensväter Antonius, Benedikt und Bernhard, deren Namen untrennbar mit der Kultur Europas verbunden sind bzw. waren.

Gerade diese Kultur ist es, deren Niedergang die Gabriel-Gesellschaft mit sorgenvollen Blicken beobachtet. Gerade diese Kultur ist es, die sich von ihrer Geschichte gelöst und die nun ein Leben weitab von Gottes Leitung zu führen versucht. Gerade diese Kultur ist es, die die Gabriel-Gesellschaft - den Traditionen und den Werten verpflichtet - als im Prinzip nicht mehr als existent betrachtet. "Panta rei" - "Alles ist im Fluss", und die Gabriel-Gesellschaft ist sich dessen bewusst, dass auch die Kultur einem natürlichen Wandel unterzogen ist. Dagegen gibt es ja auch nichts zu sagen und wir haben auch keinen Einfluss darauf - WENN nicht festgehalten werden könnte, dass mutwillig in den Lauf des Wandels eingegriffen worden wäre, der Wandel von daher also kein natürlicher mehr ist. Man kann behaupten, dass seit der Französischen Revolution ein Umdenken statt gefunden hat, so dass der Lobgesang auf "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" den Sinn für Ordnung und Obrigkeit vernebelt hätten. Spätestens mit der Ermordung des französichen Königspaares und den im Namen der "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" statt gefundenen Masackern, dem Hunderttausender Adliger und Geistlicher zum Opfer fielen, in dem Tausender Kirchen und Schlösser geplündert wurden, muss einem in den Sinn kommen, dass die Idee einer kleinen Gruppe von der "Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit" nicht ganz im Sinne der göttlichen Ordnung sein kann.

Doch diese freimaurerische Idee setzte seinen Siegeszug durch Europa an, und es sind vor allem die Regenten, die (vielleicht sogar aus Furcht, dem gleichen Schicksal wie Ludwig XVI. und Marie Antionette zu erliegen) sich diese der göttlichen Ordnung widersprechenden "Tugenden" auf ihre Fahnen schrieben. Joseph II. von Österreich und vor allem der hochgradig freimaurerische und dazu noch erwiesenermaßen homosexuelle Preußenkönig Friedrich II. (der Große) haben ihren "Ruhm", ihr Ansehen und ihre Beliebtheit der Tatsache zu verdanken, dass von nun an JEDER "nach seiner Facon selig werden" solle. Auch wenn sich diese Herrscher als Diener ihres Staates bezeichneten, so erkennt man sehr deutlich, dass sie "vergessen" hatten, dass sie in erster Linie der Diener GOTTES sein sollten und ihre Regentschaft vor allem vor IHM zu verantworten hatten. Doch sie zoges es vor, die Gottesrechte zu beschneiden ...

Und genau HIER liegt das Dilemma unserer Gesellschaft: Gott wurde "vergessen" oder mancherorts mit Gewalt aus dem Blckfeld der Öffentlichkeit verbannt. Denn es ist genau dieser Gott, der dem Menschen bei seinem Versuch, nach seiner Facon selig zu werden, durch große Gewissensbisse im Wege steht. Wo Gott ist, da ist Moral. Wo Gott ist, da ist Wahrheit. Wo Gott ist, da ist Liebe. Dies alles hindert aber den Menschen daran, seinen niedersten Gelüsten nachzukommen. Also wird Religion und die Ausübung derselben von Staats Wegen in den Bereich des Privaten  verbannt, denn - wie gesagt - "jeder soll nach seiner Facon selig werden".

Hier sieht die Gabriel-Gesellschaft ihren Ansatzpunkt: Die Gesellschaft UND die Kirche darauf hinzuweisen, dass ein Gemeinwesen ohne Gottesbezug und Gotteshinwendung nicht funktionieren KANN. Denn wo ich mir heraus nehme, alle Freiheiten für mich in Anspruch zu nehmen, da nehme ich vollkommen unberührt in Kauf, dass meine Freiheit auf Kosten des Anderen geht.  Es gilt vor allem auch darum, in aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, dass dem Gemeinwesen unter dem Banner der "Freiheit" alle Freiheiten genommen werden und es sich zu einem immer totalitäreren Gebilde entwickelt.

Es ist der Gabriel-Gesellschaft aber auch ein Anliegen, der Kirche ins Gewissen zu reden, dass sie sich aus der selbst auferlegten Lethargie befreit und sich ihrer Sendung wieder bewusst wird. Selbst wenn wir es in der Gesellschaft mit einer strikten Trennung von Kirche und Staat zu tun haben, so entbindet es die Kirche absolut nicht von Ihrer Verantwortung für jede einzelne Seele. Die Kirche ist nicht dazu da, durch Stillschweigen den gottlosen Entscheidungen der politisch Verantwortlichen zuzustimmen und mit dem Strom zu schwimmen. Die Kirche ist dazu da, "sei es gelegen oder ungelegen" ihre Stimme zu erheben - Clemens August Kardinal Graf von Galen als leuchtendes und mächtiges Vorbild nehmend -, selbst auf die Gefahr hin, staatlichen Repressalien unterworfen zu werden. Erst dann, wenn man im 21. Jahrhundert den Staat und die öffentliche Meinung gegen sich weiß, dann merkt man, dass man auf dem Weg der Wahrheit ist. Und die Wahrheit - das wussten die Christen einstmals - hat einen Namen: Jesus von Nazareth oder auch Emmanuel (Gott MIT uns) - Namen, die der heilige Erzengel als Allererster im Auftrag des Dreifaltig Einen der heiligsten Jungfrau in Nazareth verkünden durfte ...

Lesen Sie unten die Gründungsschrift des Vorsitzenden der Gabriel- Gesellschaft (Großmeister-General ‡ Berthold Möller, Großmeister des OPMC und Vorsitzender des Vereins (i.G.) der "Armen Ritter Christi").

Heinrich Hoffmann
(stellv. Vorsitzender G-G)




G
abriel - Gesellschaft

das Kleeblatt, ein kleines, zartes, unscheinbares Pflänzchen, das es geschafft hat, ganze Völker zum christlichen Glauben zu bekehren, so dass es sogar das Nationalsymbol Irlands wurde …

Das Kleeblatt, welches dreigliedrig ist – und dennoch nur EIN Kleeblatt. Der Heilige Patrick, der Nationalheilige Irlands, nutze dieses kleine, zarte, unscheinbare Pflänzchen, um die Dreifaltigkeit des EINEN Gottes zu versinnbildlichen.

Der Heilige Athanasius von Alexandrien hatte es da bedeutend schwieriger, seine Gegner von diesem Glaubensgeheimnis zu überzeugen, doch wenn er die Situation des christlichen Glaubens im 21. Jahrhundert sähe, würde – so vermute ich – auch ER alle Hoffnungen aufgeben, so wie offensichtlich kaum ein Bischof sich die Mühe macht oder in der Lage ist, den verschwundenen Glauben Europas wieder herzustellen.

Dass ein Papst am Anfang des 21. Jahrhundert eine NEU-Evangelisierung ins Leben ruft, zeigt uns nur zu deutlich, dass man Jahrzehnte lang anscheinend bewusst darauf verzichtet hat. Dass wir uns in ganz Europa von christenfeindlichen Entscheidungen der Verantwortlichen von Politik, Wirtschaft, Medien, … ausgeliefert sehen, liegt eindeutig daran, dass sie mittlerweile erkannt haben, dass sie es mit uns machen KÖNNEN, weil wir absolut keine Gegenwehr mehr zu bieten in der Lage sind, weil wir mittlerweile keine Glaubensgemeinschaft mehr SIND und weil wir mittlerweile herzlos, nein - GOTTLOS geworden sind.

Gottlos sind wir, wenn wir die simpelsten Umgangsformen nicht mehr beachten und wir den Mitmenschen nur noch wie Dreck behandeln. Gottlos sind wir, wenn wir es ohne irgendeine Form des Protestes hinnehmen, dass Hunderttausende (ungeborener) Kinder getötet werden. Gottlos sind wir, wenn wir schon so abgebrüht sind, dass es uns nicht mehr stört, dass Unzählige unserer Mitmenschen am Existenzminimum leben. Das alles und noch viel mehr hatte mich vor einigen Jahren dazu bewogen, mit einigen Gleichgesinnten einen kirchlich anerkannten (Tempel-)Ritterorden ins Leben zu rufen, um – schlicht und ergreifend – das „göttliche Gebot“ zu befolgen, welches da lautet:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ [Mt 22, 37b-40]. Darin sehen wir also unseren Auftrag, IHM im Nächsten zu dienen, so wie IHM – unserem Motto gemäß – all unsere Ehre dargebracht werde: „Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern DEiNEM Namen sei alle Ehre dargebracht“ (Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam – NNDNN, der Tempelrittergruß).

Wappen der Gabriel-Gesellschaft

Doch am heutigen Dreifaltigkeitssonntag sehen wir uns der Gründung der „Gabriel-Gesellschaft“ gegenüber. Für uns Ritter ist der Heilige Erzengel Michael eine der obersten Patrone, so wie auch in Deutschland, Frankreich, GANZ Europa der Heilige Michael als der Verteidiger des Glaubens gefeiert und verehrt wurde. Gabriel war derjenige, der unter Anderem der Jungfrau von Nazareth die freudige Nachricht von der Empfängnis des Gottessohnes verkündigen durfte. Nicht das Schwert, wie bei Michael, sondern das Wort ist die Waffe des Gabriel. Das Wort, das von Anfang an BEI Gott war, das von Anfang an GOTT WAR, muss den Menschen nahe gebracht werden. Es kommt nicht von ungefähr, dass mein persönlicher Wappenspruch jene Worte des Johannes sind: „In principio erat verbum“, und DIESES WORT will ich nun mit der „Gabriel-Gesellschaft“ metaphorisch und buchstäblich ergreifen. MIT Ihnen wollen wir ALLE uns direkt und indirekt betreffenden Aspekte aus der Sicht des Christen betrachten. Von einem „Wischi-Waschi-Christentum“, mit dem wir es seit einem knappen halben Jahrhundert zu tun haben, müssen wir uns unmissverständlich distanzieren. „Das Wort“ sei der Mittelpunkt unseres Denkens, unseres Handelns, unseres Seins. Das gesprochene und geschriebene Wort wird uns gemeinsam in unserer gemeinsamen Zukunft in der Gabriel-Gesellschaft auszeichnen. Das wiederum erfordert von uns allen, nach innen und nach außen gefestigt zu sein, gefestigt, um standhaft und aufrecht „das Wort“ zu verteidigen wider all unserer Feinde in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, … und leider auch der Kirche.


Banner der Gabriel-Gesellschaft

Feinde haben wir mehr, als wir uns vorstellen können, und der Feind ist listig und schlau. Der Feind ist hochintelligent. Er hatte sich mindestens zwei Jahrhunderte Zeit gelassen, sich des Wesens des Christen zu bemächtigen, doch zwei Jahrhunderte nach der Französischen Revolution hat er in den meisten Christen seinen Verbündeten gefunden. Doch der Feind weiß auch, dass er uns noch nicht GANZ erobert hat – und HIER sehe ich den Ansatzpunkt für die „Gabriel-Gesellschaft“: Zeigen wir dem Feind IMMER und ÜBERALL, sei es gelegen oder ungelegen, dass WIR noch da sind, und dass es unsere felsenfeste Absicht ist, eine Gegenwehr aufzubauen. Zeigen wir ihm, dass wir ALL DAS, was er zertrümmert, den Trümmerfrauen gleich wieder aufbauen werden. Zeigen wir dem Feind, dass WIR „das Wort“ haben, und das wir auch jederzeit bereit sind, es zu ergreifen, um IHN, den Feind, bloßzustellen – zur Ehre des Dreifaltig Einen!

Wir stehen, verehrte Damen, meine Herren, liebe Brüder und Schwestern, erst am Anfang, und wir haben große, um nicht zu sagen epochale Vorstellungen von unserer zukünftigen Arbeit, die das Fundament unseres Glaubens und unserer Kirche bewegen könnten. Als Ritter habe ich keine Furcht, neue Abenteuer einzugehen, ganz im Gegenteil. Daher habe ich mich auch sehr gerne dazu bereit erklärt, den Vorsitz der Gabriel-Gesellschaft bis zur Wahl des ersten Vorstandes anzunehmen, mit Freude und – meinem Motto gemäß – zur Ehre SEINES NAMENS. Es war auch mein Wunsch, dass der Dreifaltigkeits-Sonntag als der Gründungstag der Gabriel-Gesellschaft betrachtet werde, geht doch alles, unser Sein, unser Wille, unser Haben und unser Sein von IHM, dem Dreieinen, dem Allweisen und Allherrscher aus. Ohne IHN erkannt zu haben, ohne nach IHM unser Leben und unser SEIN auszurichten, würde unsere ganze Arbeit und unser ganzes Vorhaben in und mit dem Verein ad absurdum führen. Daher ist es die wichtigste Bedingung für eine Mitgliedschaft in der Gabriel-Gesellschaft, Christ zu sein und stets die WAHRHEIT vor Augen zu haben, die Wahrheit, die IN GOTT SELBST ist. Das Erkennen UND das LEBEN der Wahrheit, die IN „DEM WORT“ ist, das von Anfang an war, ist Voraussetzung, MIT und FÜR die Gabriel-Gesellschaft das Wort zu ergreifen.

Mit diesen ersten Gedanken zum heutigen 1. Gründungstag, dem Dreifaltigkeitssonntag, wünsche ich uns allen nur möglichen Erfolg für die nunmehr entstandene Gabriel-Gesellschaft. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes, ein von der Wahrheit erfülltes Dreifaltigkeitsfest. Um die Wahrheit, um das Geheimnis über die Dreifaltigkeit zu erkennen, schauen Sie sich einfach mal in Ruhe das kleine, zarte und unscheinbare Kleeblatt an, welches dem Heiligen Patrick half, ganze Nationen dem „Wort“, dem „Logos“ zuzuführen.

 

Brüderliche Grüße,

 

nnDnn

 

Bruder Berthold Möller OPMC

Großmeister des Ordens der Armen Ritter Christi

und Vorsitzender der Gabriel-Gesellschaft

Gabriel-Stiftung i.G.

Gabriel-Stiftung i.G.


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