Seit dem November 1918
gibt es in
Deutschland und in Österreich keine Monarchie mehr. Und seit
diesem Zeitpunkt muss dieses Volk in den Schulen und an den
Universitäten, in Presse, Funk und Fernsehen, in
wissenschaftlichen und populischtischen Veröffentlichungen
anhören und lesen, dass die Monarchie - und da vor allem die
Monarchen - dem Volk nur Schaden zugefügt hätten.
Systematisch
hat man das Volk vor monarchistischen Ideen immunisiert, so dass sich
die Menschen nicht trauen, um nicht zu sagen
sie fürchten sich, in der
Öffentlichkeit zuzugeben, dass sie sich mit dieser unserer
Republik nicht so ganz identifizieren können, und dass sie
sich
mit der Idee einer Monarchie in Deutschland und in Österreich
sehr
wohl anfreunden können.
Im Jahre 2009 "feierten" wir das 60-jährige Bestehen der
Bundesrepublik, und die Lobhudeleien auf die Republik als Stastsform
waren
schon beschämend. Es IST
nun mal nicht alles Gold, was
glänzt!!! Scheinbar haben wir alle Freiheiten der Welt -
Juchu!
Doch wir merken nicht, dass sich unsere Republik mehr und mehr zu einem
totalitären Gebilde entwickelt. Schon alleine, dass uns das
Grundgesetz, das im Ludwig-Museum in Bonn im Jahre 1949 verabschiedet
wurde, bis zum heutigen Tage nicht dem Volk zur Annahme (oder
Ablehnung)
vorgelegt wurde, verwundert schon sehr. Dass der Artikel 146 GG auch
mehr als 20 Jahre nach der sogenannten "Deutschen Einheit" nicht zur
Sprache gebracht wird, lässt einen schon die Stirn sorgenvoll
runzeln. Dass in Karlsruhe ein Bundes-Verfassungs-Gericht sitzt und so
mancher Bürger unter Beobachtung des Verfassungs-Schutzes
steht,
obwohl wir seit etlichen Jahrzehnten (um genau zu sein seit dem Ende
der Weimarer Republik) keine Verfassung HABEN (das
Grundgesetz ist ja nur ein Provisorium), muss einem zu denken geben.
Dass Volksentscheide in unseren
Ländern nicht vorgesehen (oder sollte ich sagen
"erwünscht"?)
sind, ist eigentlich nur eine logische Konsequenz des parteipolitischen
Einerleis.
Wieso dürfen wir nur Parteien wählen? Warum
dürfen wir
nicht unseren Regierungschef wählen, Warum dürfen wir
nicht
unser Staatsoberhaupt, der uns nach außen und nach innen
repräsentieren soll, wählen? Wir sind vor allen
Entscheidungen, die uns mittelbar und unmittelbar betreffen, vollkommen
ausgeschlossen - wir sind ja nur das Volk, sonst nichts. Von daher
haben wir uns aus solchen Dingen rauszuhalten. Um uns aber
dennoch
den Eindruck zu vermitteln, wir seien wichtig, dürfen wir alle
paar Jahre fröhlich zur Wahlurne wandern, um ein
hübsches
kleines Kreuzchen aufs Papier zu bringen. Ist doch vollkommen egal,
dass sich mehr und mehr Wahlbürger (passiv) weigern, an
solchen
Wahlen teilzunehmen, dass sich mehr und mehr Bürger weigern,
am
politischen Schicksal ihres Landes, ihres Volkes, Ihrer Nation
teilzunehmen, denn das Volk ist nicht SO dumm, wie es die
Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, die Verantwortlichen der
"Firma Bundesrepublik" gerne hätten. Die Bürger
haben es mittlerweile gemerkt, dass es im 21. Jahrhundert vollkommen
egal ist, für welche Partei man sich entscheidet: Es kommt der
gleiche Mist dabei heraus. Vor 60 Jahren, zu
Zeiten Konrad Adenauers und Kurt Schumachers sah das noch anders aus,
weil die Politiker nicht in erster Linie Ihrer Partei, sondern vor
allem ihrem Gewissen verpflichtet waren, ihrem Gewissen vor Gott und
vor dem nach dem großen Krieg darniederliegenden Volk.
Was hat das alles mit meinem Einsatz für die Monarchie in
Deutschland (und den deutschen Ländern) und in
Österreich zu
tun? Sehr viel, denn auch in einer Monarchie werden wir uns mit
Parteien, mit Politikern und solchen Funktionären konfrontiert
sehen, denn Monarchie bedeutet ja nicht, dass man gegen die Demokratie
ist,
sie vielleicht sogar abschaffen möchte. Dem ist nicht so. Wir
werden auch unter einem Monarchen weiterhin am politischen Schicksal
unseres Landes Anteil haben dürfen/müssen. Aber im
Vergleich
zum Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt, den keiner vor
seiner
"Wahl" kennt, und der auch meist nach seiner Amtszeit wieder
der Vergessenheit anheim fällt, und der auch als "Rentner"
weiterhin sein Gehalt bis zu seinem Ableben bezieht,
wollen wir Monarchisten - um es mal auf den Punkt zu bringen - "unseren
Kaiser wieder haben". Im Jahre
1918
wurden unsere Monarchen wie reudige Hunde von ihrem
rechtmäßigen Thron verscheucht.
Nun gut, wir können die Zeit nicht mehr zurück
drehen, und
vor allem können wir die Geschichte nicht mehr umschreiben.
Aber
als Monarchisten, oder zumindest als Menschen, die an der Staatsform
Monarchie interessiert, dieser Idee mehr als nur zuneneigt sind, erkennen wir nicht nur die große
Verantwortung vor der Geschichte, uns ist auch sehr daran gelegen, der
Geschichte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Und mit dem
Beschäftigen mit der Geschichte wollen wir der Wahrheit den
ihr
gebührenden Platz einräumen. Denn die Monarchen der
ersten
beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren alles andere als Despoten,
als Menschenverachter, als Kriegstreiber oder sogar psychisch Labile.
Sie waren sich Ihrer Verantwortung vor ihrem Gott und ihrem Volk mehr
als bewusst. Aus ihrem tiefen christlichen Glauben heraus trafen sie
ihre Entscheidungen - immerhin waren sie Fürsten,
Könige und
Kaiser "von Gottes Gnaden" - und sie waren sich dieser großen
Verantwortung auch (meist) zutiefst bewusst.