Es
ist eigentlich eine recht spontane Entscheidung, erstens einige
Gedanken zum Adel an sich, und zweitens das Wort von Goethe diesem
Kapitel voran zu stellen.
Dass ich jedoch
nicht
unbedingt die freimaurerische Bedeutung dieses Zitates
übernehmen
möchte, sondern die christliche Sichtweise zu adaptieren
beabsichtige, liegt dem geneigten Leser wohl auf der Hand.
Diverser
Suchmaschinen wie
Google sei's gedankt, dass jeder im weltweiten Datennetz forschen kann,
WAS es mit dem Adel auf sich hat. Und Dank der "Yellow Press" kann
jeder sein Bedürfnis nach Einblicken in die Welt der
Schönen,
Reichen und (Hoch-)Adeligen in ausreichendem Maße befriedigen.
Doch widmen wir uns wieder dem berühmten Zitat "Edel sei der
Mensch, hilfreich und gut". Wer aufmerksam meine bescheidenen Seiten
hier gelesen hat, dem wird auffallen, dass sich der Kreis - MEIN Kreis
- hier wieder schließt, weil es mein christliches und
ritterliches Menschenbild
(was sich ja gegenseitig nicht ausschließt) mit nur wenigen
Worten auf den Punkt bringt. Ein Christ hat die Pflicht, edel zu sein -
derjenige von adliger Herkunft erst recht.
"Noblesse oblige" - "Adel verpflichtet", ein Wort, das mittlerweile
auch schon abgedroschen klingt, der aber Dank der Faszination der
Bürger auf alles, was mit Adel zu tun hat, immer als
Richtschnur
genommen werden wird, denn "Adel verpflichtet" tatsächlich -
heute
mehr denn je. Wer tatsächlich von Adel ist, wird sich
heutzutage
hüten, ein ausschweifendes, dekadentes Leben zu
führen, weil
er damit den Ruf des gesamten Adels in Mitleidenschaft ziehen
könnte; immerhin ist der Adel - auch wenn es ihn juristisch
gar
nicht mehr gibt, und auch wenn die Grenzen zwischen Adel und
Bürgertum verwischt sind - eine Kaste für sich, eine
Kaste,
die (unbewusst) eine Zusammengehörigkeit praktiziert, die
unvergleichlich ist ... vergleichbar vielleicht mit der Priesterkaste.